Feierstunde der Soroptimistinnen am Denkmal im Klosterhof

Mehr Grün im Hochbeet am “Ort der Stille”. Die Pflanzaktion und Spenden des Soroptimist-Clubs und der Gärtnerei Lein machen es möglich. Der schattige Standort des ehemaligen Klarissenklosters ist nicht nur ein Ort der Besinnung und der Abkühlung an heißen Tagen. An diesem Ort haben außergewöhnliche Frauen gewirkt, wie Museumsleiterin Dr. Magdalena Bayreuther berichtet.

 

Presseinformation der Diakonie Hochfranken vom 09.07.2026

Ort der Stille neu gewürdigt

Hof. Mit einer Feierstunde am „Ort der Stille“ am Haus am Klosterhof im Zentrum Hofs haben die Soroptimistinnen des Clubs Hof/Saale gemeinsam mit der Diakonie Hochfranken die Wiederinstandsetzung der Bepflanzung gewürdigt. Auf Initiative von Dr. Wolfgang Frisch legte der Hofer Soroptimist Club 2010 das Hochbeet an. Es bildet einen wichtigen Bestandteil des von ihm entwickelten Denkmalprojekts am Standort des ehemaligen Klarissenklosters. 

Die Präsidentin des Soroptimist International Clubs Hof/Saale, Dr. Hildegard Zeilinger, erläuterte warum sich die Soroptimistinnen mit dem „Ort der Stille“ besonders verbunden fühlen. Der Erhalt dieser „grünen Oase im Schatten“ sei ein Beitrag für mehr Nachhaltigkeit und Gesundheit in der Hofer Innenstadt. Am Standort des ehemaligen Klarissenklosters haben zudem außergewöhnliche Frauen gewirkt, die in Hof Spuren hinterlassen haben. Dies sei ein weiterer Grund, warum sich die Mitglieder der Frauenorganisation mit dem historischen Ort beschäftigen und die Feierstunde ausgerichtet haben. 

Anschließend erinnerte Dr. Wolfgang Frisch, 1. Vorsitzender von Die Diakonie Hof e.V. und Initiator des Denkmalprojekts, an dessen Entstehung und Entwicklung. Es sei ein Platz entstanden, der die Geschichte des ehemaligen Nonnenklosters sichtbar macht und zugleich Raum für Ruhe, Besinnung und Begegnung bietet. Der etwas versteckte Ort in der Hofer Innenstadt werde gern von Bewohnerinnen und Bewohnern des Pflegeheims, aber auch von Passanten und Pilgern besucht. 

Einen historischen Einblick gab Dr. Magdalena Bayreuther, Leiterin des Museums Bayerisches Vogtland. Die Soroptimistin stellte zunächst das Klosterleben der Klarissen in Hof dar und setzte dann bedeutende Klosterfrauen in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen. Dabei spannte sie den Bogen von Klara von Assisi über Gertrud von Uttenhofen bis Margarethe von Brandenburg und gab spannende Einblicke in das Leben der Hohenzollern-Prinzessin im Hofer Klarissenkloster.

In seinem Schlusswort schlug Martin Abt, Geschäftsführer der Diakonie Hochfranken, den Bogen von der Geschichte des Ortes zur Gegenwart. Er erinnerte an den langjährigen Diakonie-Vorstand Pfarrer Helmut Danner, der maßgeblich den Umbau der ehemaligen Klosterruine und des späteren Gefängnisgebäudes zum Verwaltungsstandort der heutigen Diakonie Hochfranken sowie zum Pflegeheim Haus am Klosterhof vorangetrieben hatte. Dabei zitierte Abt einen Satz, den Danner bei der Fertigstellung geprägt hatte: „Die Hofer Bürger haben die Diakonie in der Vergangenheit in ihre Mitte genommen. Nun ist sie in ihre Mitte gezogen.“

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von Jörg Hampl am Saxophon und Sigi Kraft am Kontrabass. Die Gäste nutzten die Gelegenheit zum Austausch und dazu, den geschichtsträchtigen Ort mitten in der Hofer Altstadt neu zu entdecken.

Hinweis: Der Ort der Stille befindet sich im Innenhof des Hauses am Klosterhof im Zentrum Hofs. Er ist rund um die Uhr öffentlich zugänglich. Adresse: Klostertor 2, 95028 Hof

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